Freitag, 28. August 2009

Algeme Introductiedagen

Hey meine Lieben,


Es tut mir so leid, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen..aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die letzten Wochen super anstrengend waren- aber dennoch echt schön. Also werd ich nun versuchen euch in der kürzesten Fassung daran teilnehmen zu lassen. 

Nachdem ich den Sprachkurs bzw. alle 4 Prüfungen ja bestanden hatte, bin ich direkt am Mittwochabend wieder gen Heimat gefahren und war dann sogar schon um 2:30 in meinem Bettchen. Darauf folgte dann eine wirklich schöne Zeit in Berlin, in der ich neben einigen (besser gesagt vielen) Erledigungen wie diverse, nervige Arzttermine auch viel Zeit mit meinen Liebsten verbringen konnte. Aber gerade dadurch habe ich gemerkt, wie sehr mir das alles fehlt...diese gewohnte Umgebung, diese vertrauten Menschen, einfach alles... Es ist schon komisch alles aufzugeben, was vorher das Wichtigste war und ganz von vorne zu beginnen.. aber genug mit der Dramatik ;) es ist auch verdammt spannend..

Nach einer einigermaßen erholsamen Woche bin ich dann am folgenden Mittwochabend wegen der AID, „Algemene Introductiedagen“, wieder ins Käseland zurück gefahren.

Und ich sage euch, DAS, was mich da erwartet hat, die Einführungstage vom 21.08 bis 26.08., war das Beste überhaupt. Ich habe so etwas noch nie gesehen, geschweige mir vorstellen können, das zum einen eine Kleinstadt so rocken kann und zum anderen die gesamte Stadt mit eingebunden ist und sich alles nur noch um die Studenten dreht...

Es ist echt schwer, euch nur eine minimale Vorstellung zu geben von dem, was ich da erlebt habe, aber ich versuche es :)

Es beginnt damit, dass ca. 450 internationale Master- und Bachelor-Studenten in Gruppen eingeteilt werden, so dass in jeder Gruppe ungefähr 10-12 Leute sind. Jede Gruppe hat 2 Mamas oder Papas, das sind natürlich Studenten der Uni, die einen praktisch die ganze Zeit „an die Hand nehmen“. Mit der „neuen Familie“ ist man dann zu den verschiedensten Veranstaltungen und Events gegangen. 

Begonnen hat alles mit dem offiziellen „Opening“ in einem riesigen Zelt, in dem Studenten 69 verschiedener Nationalitäten gebannt dem spektakulärem Programm aus Tanz, Musik sowie Reden wichtiger Menschen wie die Bürgermeisterin :) zu schauten.

Ich kann es nicht erklären, aber ich hatte Gänsehaut... schon da hat man gemerkt, wie herzlich man empfangen wird und wie international aufregend das hier alles ist. Aber vor allem wurde deutlich, wie viel Mühe und Arbeit sich die Niederländer für solche Einführungswoche machen.. Ich denke, es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland.

Jeder Tag war ununterbrochen mit einem super Programm ausgefüllt. Und alles war immer von einer dermaßen Größe, und trotzdem bis aufs letzte Detail organisiert. Die ersten Arbeiten beginnen ja auch immer schon ein Jahr davor. So waren zum Beispiel am ersten Tag, beim „Meet&Greet“ lauter „Spiele“ im ganzem Zentrum der Stadt verteilt. Wir gingen zum Beispiel auch ins Kabarett, haben mit ca. 500 Menschen einen Film auf einer Riesen-Leinwand mitten auf dem Marktplatz in der Stadt geguckt, es gab einen Sporttag, an dem etliche witzige Sportangebote angeboten wurden und sich gleichzeitig die Sportvereinigungen vorstellten. Es gab einen „Studiedag“, bei dem alle Stundeten schon mal etwas in ihren Studiengang und die Gebäude eingeführt wurden. An einem anderen Abend war die ganze Stadt ein reines Straßenfest nur für die AID und wir durften zum Beispiel auch eine Hypnose-Show besuchen. Und was glaubt ihr wie lustig ein Niederländisches Trink-Karaoke-Spiel mit 200 Menschen in einem Riesenzelt ist? Wer da einen Fehler macht, wird nass gespritzt- das war ne feucht fröhliche Party, sag ich euch...

Ein weiterer Bestandteil eines jeden Tages war die Vorstellungen der Studentenvereinigungen. So rotierten auch hier immer die Gruppen um die wichtigsten bzw. größten Studentenvereinigungen kennen zu lernen. Nach der jeweiligen Präsentation gab es dann auch immer bei der jeweiligen Studentenvereinigung Abendbrot..

Neben dem Tages- und Abendprogramm gab es natürlich auch immer ein Nachtprogramm. So fanden jede Nacht die verschiedensten Partys wie zum Beispiel die Hammer-Schaumparty bei Ceres in den unterschiedlichen Studentenvereinigungen statt.

Die Studentenvereinigungen in den Niederlanden sind sowieso nicht mit den deutschen zu vergleichen. Sie konkurrieren eher so wie in Amerika :) 

Ihr könnt euch das nicht vorstellen, aber die müssen dermaßen viel Geld und Zeit für das Ganze investieren. Neben den perfekten Präsentationen, gestalten sie ihr ganzes Vereinshaus passend zu den Farben ihres Logos für den aktuellen Jahrgang. Sie gestalten Flyer, diversen Kleinkram wie Feuerzeuge, Kugelschreiber, Buttons, Schlüsselanhänger, Flaschenöffner, Sticker und vieles mehr und riesengroße Banner, die mitten in der Stadt hängen und machen somit Werbung für sich, dass man sich doch „inschrijven“ soll. Kaum zu glauben...

Alles in allem, war es einer der bisher spannendsten Wochen in meinem Leben.. Ich habe so viele neue Leute kennen gelernt, Eindrücke und verschiedene Erfahrungen gesammelt.

Ich hab dermaßen viel erlebt, Holländisch gelernt und Deutsch verlernt und eine absolut tolle „Familie“ gehabt- vielleicht lag das daran, dass sie alle Niederländer waren außer ich :) und ich denke, ich werde diese Woche nie vergessen...


Tot ziens in Berlijn, jullie Jenny

1 Kommentar:

  1. wow Brownie - Das hört sich ja mal geil an. Du musst da echt ne Menge erleben ;-) Freu mich dich bald mal wieder zu sehen =) Knutscha

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